Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on Netzingenieur/in Wasserstoff

In den nächs­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten ist die Umge­stal­tung der Ener­gie­ver­sor­gung ein­schließ­lich des Wär­me­sek­tors und der Sek­to­ren Indus­trie und Ver­kehr hin zu einer kar­bon­frei­en Zukunft eines der wesent­li­chen gesell­schaft­li­chen Auf­ga­ben in Deutsch­land. Grün erzeug­ter Was­ser­stoff soll hier­bei als Ener­gie­trä­ger und Grund­stoff einen wich­ti­gen Bei­trag leis­ten. Er muss nicht nur erzeugt, er muss auch ver­teilt wer­den. Dabei ste­hen auch Fra­gen nach der Sicher­heit der Anla­gen, nach der Werk­stoff­ver­träg­lich­keit und der Effi­zi­enz der betei­lig­ten Infra­struk­tur im Mittelpunkt.

Ziel der Weiterbildung

Die anspruchs­vol­len tech­ni­schen Auf­ga­ben der Was­ser­stoff­er­zeu­gung, des Trans­ports und der Ver­tei­lung, der Spei­che­rung und der Ver­wen­dung wer­den in Deutsch­land viel­fäl­tig und anspruchs­voll sein. Die hier­mit ver­bun­de­nen Auf­ga­ben erfor­dern ein gut aus­ge­bil­de­tes Fach­per­so­nal, das auch für die Sicher­heit und für die Akzep­tanz bei den Bür­gern ver­ant­wort­lich sein wird. Das Ziel der Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on Netzingenieur/in Was­ser­stoff ist es, inter­es­sier­ten Frau­en und Män­nern mit Pla­nung, Bau und Betrieb der mit dem Was­ser­stoff ver­bun­de­nen Infra­struk­tur ver­traut zu machen und die hier­für erfor­der­li­che Fach­kennt­nisse zu ver­mit­teln. Es sind beson­ders Per­so­nen ange­spro­chen, die bereits in ande­ren Netz­spar­ten wie Gas, Strom oder Was­ser oder in der Indus­trie, im Gewer­be und in Behör­den tätig sind. Im Kurs wer­den die Vor­kennt­nis­se der Teil­neh­mer berücksichtigt.

Inhal­te des Moduls Wasserstoff

In der Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­me Netzingenieur/in Was­ser­stoff ver­mit­teln wir nicht nur Sys­tem­kennt­nis­se, son­dern auch ein tief­ge­hen­des Pro­zess­ver­ständ­nis, um die erfor­der­li­chen tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen für Erzeu­gung, Trans­port, Ver­tei­lung, Ver­dich­tung, Ver­flüs­si­gung, Spei­che­rung, Mes­sung und Druck­re­ge­lung von Was­ser­stoff und Betan­kung mit Was­ser­stoff pla­nen, betrei­ben und spä­ter die Anla­gen auch für Was­ser­stoff nut­zen zu kön­nen. Die wesent­li­chen Ver­wen­dungs­tech­no­lo­gien mit Was­ser­stoff wer­den behan­delt. Hier­zu zählt auch die Ver­mitt­lung von Kennt­nis­sen bei der Ver­bin­dung der Sek­to­ren Strom, Indus­trie, Ver­kehr und Wär­me mit der Unter­stüt­zung des Ener­gie­trä­gers und Grund­stoffs Was­ser­stoff. Fol­gen­de The­men­schwer­punk­te kenn­zeich­nen die Weiterbildungsmaßnahme:

  • Stoff­li­che Eigenschaften

  • Sicher­heit beim Umgang mit Wasserstoff

  • Werk­stof­fe und Wasserstoff

  • Erzeu­gungs­me­tho­den

  • Trans­port, Ver­tei­lung, Spei­che­rung, Verflüssigung

  • Was­ser­stoff­tank­stel­len und Was­ser­stoff im Ver­kehrs- und Industriesektor

  • Was­ser­stoff in Brenn­stoff­zel­len und im Wärmemarkt

  • Pla­nungs­werk­zeu­ge für die Kopp­lung ver­schie­de­ner Sek­to­ren mit Hil­fe von Wasserstoff

Unter­richt in Stein­furt und Essen

Die Fort­bil­dung erfolgt als semi­na­ris­ti­scher Unter­richt in klei­nen Grup­pen. Durch beglei­ten­de Übun­gen gewin­nen die Teilnehmer(innen) Sicher­heit für die Bewäl­ti­gung von tech­nisch gepräg­ten Auf­ga­ben rund um den Was­ser­stoff. Das Ver­ständ­nis kom­ple­xer tech­ni­scher Pro­zes­se wird auch an Anla­gen­bei­spie­len im Umfeld der Fach­hoch­schu­le Müns­ter am Stand­ort Stein­furt und an tech­ni­schen Demons­tra­ti­ons­an­la­gen beim Gas- und Wär­me-Insti­tut e.V. in Essen gezeigt. Der Umgang mit inter­na­tio­na­len und natio­na­len Nor­men sowie mit den tech­ni­schen Regel­wer­ken des DVGW sowie mit aktu­el­len Geset­zen und Ver­ord­nun­gen sind Bestand­teil der Fortbildung.

Die Fort­bil­dung kann auch bei einer aus­rei­chen­den Anzahl an Teil­neh­mern in ihrem Unter­neh­men als inhouse-Semi­nar ver­an­stal­tet werden.

Die Zer­ti­fi­zie­rung

Nach erfolg­reich abge­schlos­se­ner Wei­ter­bil­dung beschei­ni­gen wir Ihnen mit unse­rem Zer­ti­fi­kat die erfolg­rei­che Teil­nah­me an unse­rem Zer­ti­fi­kats­lehr­gang Was­ser­stoff mit einem Umfang von 100 Stun­den. Dar­über hin­aus beschei­ni­gen wir bei einer von den Teil­neh­mern als Opti­on wähl­ba­ren zusätz­li­chen Erar­bei­tung einer fach­be­zo­ge­nen Pro­jekt­ar­beit mit anschlie­ßen­dem Kol­lo­qui­um wei­te­re 100 Stun­den, also dann zusam­men 200 Stunden.
Der Lehr­gang umfasst die erfor­der­li­chen Fach­kennt­nis­se für Pla­nung, Bau, Betrieb und Instand­hal­tung von Anla­gen der Was­ser­stoff­tech­nik gemäß den all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik, ins­be­son­de­re der tech­ni­schen Regeln des DVGW. Den Anfor­de­run­gen des DVGW-Arbeits­blat­tes G 1000 und dem Qua­li­fi­ka­ti­ons­rah­men für den Erwerb von tech­ni­schen Hand­lungs­kom­pe­ten­zen bei tech­ni­schem Fach­per­so­nal (QRT) sowie dem Deut­schen Qua­li­fi­ka­ti­ons­rah­men (DQR) wird dabei im vol­len Umfang entsprochen.

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